Krisenintervention:
Eine Krise kann durch vielfältige Erlebnisse ausgelöst werden (z.B.
Scheidung oder Trennung, Tod eines Kindes oder nahen Angehörigen,
Gewalterlebnis, aber auch Verlust des Arbeitsplatzes, Wohnungskündigung,
unverschuldetes Finanzloch, etc.)
Hier hilft die Krisenberatung Lösungen
zu finden, Trauerarbeit zu leisten, Stress abzubauen und die notwendigen
Prioritäten zu setzen.
Traumaarbeit und Therapie:
Menschen, die Opfer von psychischer, physischer oder sexueller Gewalt oder
Übergriffen wurden, leiden alle unter ganz ähnlichen Symptomen,
Krankheitsbildern und Verhaltensmustern.
Man nennt diese spezifischen Reaktionen PTBS (poststraumatische
Belastungsstörung). PTBS ist für Menschen, die darunter leiden äusserst
schmerzhaft und verwirrend. Oft reagiert die Umgebung ebenfalls ratlos und
irritiert, man versucht, die Symptome mit Beruhigungsmitteln zu unterdrücken,
oder grenzt den Betroffenen aus. Es ist jedoch äusserst wichtig zu verstehen,
dass dieses manchmal "sonderbare Verhalten" des Gewaltopfers eine normale
Reaktion auf eine vergangene abnormale Situation ist und ohne
gezielte Therapie manchmal sehr lange anhalten kann.
PTBS-Symptome können etwa sein: Entfremdungsgefühl, "flash back", d.h. das
Geschehen immer wieder erleben, Konzentrationsschwierigkeiten, schlechtes
Körpergefühl, fehlende Grenzen, plötzliches Weinen, Reizbarkeit, Suchttendenz,
massives Schamgefühl, zuviel und unzusammenhängend sprechen, verstummen,
Interesselosigkeit und Rückzug, etc.). Um das vergangene Trauma aufzuarbeiten
und die schmerzhaften Symptome zu heilen, gibt es spezielle Therapiemethoden.
So kann allmählich die Lebensqualität des oder der Betroffenen wieder
hergestellt und verbessert werden.